Gebrüder Grimm

Jacob Grimm, geboren am 4. Januar 1785, und Wilhelm Grimm, geboren am 24. Februar 1786, erblickten beide in Hanau das Licht der Welt. Im Jahre 1798 wurden beide nach Kassel zu Ihrer Tante geschickt, um dort an der Universität eine ausgesucht gute Erziehung zu genießen. Im Zuge ihrer Ausbildung wurde den Gebrüdern Grimm dank eines ihrer Lehrer Werke der Romantik und des Minnesangs zugänglich gemacht, die sich prägend auf sie auswirken sollten. Derart angespornt, begannen sie mit der Untersuchung deutscher Literatur, was sie in den Augen vieler zu den Gründungsvätern deutscher Philologie und Germanistik machte.
Nach ihrem Studienabschluss im Jahre 1806 begannen die Gebrüder Grimm mit ihrer Sammlung von alten Märchen und Sagen, die auch heute noch als eines der bedeutendsten Werke der beiden Brüder bekannt ist. Dabei griffen sie auf überlieferte Volksmärchen zurück, die sie zusammentrugen und sprachlich überarbeiteten.
Zu Weihnachten des Jahres 1812 erschien endlich der erste Band ihrer “Kinder- und Hausmärchen”, den die beiden zusammen verfasst hatten. Der zweite Band ihrer Märchensammlung veröffentlichten die Gebrüder Grimm dann im Jahre 1815. Sieben Jahre später wurden die Anmerkungen zu den ersten beiden Bänden veröffentlicht.
Zu ihren wichtigsten Werken zählen neben den bereits erwähnten “Kinder- und Hausmärchen” aber auch wichtige und bedeutende Werke der deutschen Literatur, wie die Deutschen Sagen, die in zwei Bänden in den Jahren 1816 und 1818 aufgelegt wurden. Im Jahr 1835 erschien ihr Werk über die “Deutsche Mythologie”.
Neben diesen Geschichtensammlungen veröffentlichten die Gebrüder Grimm aber auch ein Werk in 4 Bänden über die “Deutsche Grammatik” in den Jahren 1819 bis 1837 sowie ein “Deutsches Wörterbuch”, dessen erste Auflage im Jahr 1854 erschienen ist.
Ihren Lebensabend verbrachten die Gebrüder Grimm in Berlin. Jacob Grimm starb am 20. September 1863 im Alter von 78 Jahren. Sein jüngerer Bruder Wilhelm starb am 16. Dezember 1863 im Alter von 73 Jahren.

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