Märchen vom Meer: Zu welchen Geschichten die See inspirierte

Schon seit mehreren Jahrhunderten erzählen Eltern ihren Kindern kleine Geschichten und Märchen für zwischendurch oder als Gute-Nacht-Geschichte. Die Märchen spielen an verschiedenen Orten, häufig zum Beispiel auch am oder im Meer. Die Unterwasserwelt ist ein eigenes großes Reich, welches sich durch die vielen unerforschten Tiefen gut für Märchengeschichten anbietet und zum Träumen einlädt. Versunkene Städte, Kilometer lange Sandstrände und verborgene Schätze bieten Stoff für unzählige Geschichten.

Meeresbewohner und ihre Städte im Meer

Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen

Die Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen erinnert noch heute an Hans Christian Andersen und dessen Märchen. (Bild: Marcus Scholz – Fotolia)

Es gibt einige Märchen, die erzählen von Unterwassermenschen, die in den unendlichen Tiefen der See leben. Eine dieser Unterwassermenschen ist die kleine Meerjungfrau, deren Geschichte von dem Schriftsteller Hans Christian Andersen 1837 im gleichnamigen Buch erzählt wird. Statt Beinen besitzt sie einen Fischschwanz und sehnt sich danach, ein Mensch zu sein und ist bereit, alles dafür zu geben, sogar ihre wundervolle Singstimme. Eine Adaption dieses Märchens gibt es auch von Walt Disney.

Doch nicht nur Unterwassermenschen sollen in den Meeren der Welt leben, sondern auch ganze Städte existieren unter der Wasseroberfläche. So beispielsweise das berühmte Atlantis, wo laut griechischer Mythologie der Sohn des Poseidon, dem König der Meere, leben und herrschen soll. Als Erster hat der antike griechische Philosoph Platon diese Stadt erwähnt und beschrieben. Geschichten um Atlantis lassen viel Raum für Spekulationen und genau deswegen ist es auch eine wunderbare Geschichte zum Erzählen und um der Fantasie freien Lauf zu lassen. Besonders während einer Kreuzfahrt Transatlantik kann man die Geschichte lebendig werden lassen und spekulieren, wo sich die versunkene Insel befindet.

Meer & Strand

Das Meer mit all seinen verborgenen Schätzen ist Inspirationsquelle vieler Märchen. (Bild: Barbara Helgason – Fotolia)

Seeungeheuer und Piraten

Bei einer guten Meeresgeschichte dürfen auch Ungeheuer und Piraten nicht fehlen. Der Mythos des Ungeheuers von Loch Ness, 2003 von Monika Hauf als Geschichte geschrieben, gilt als Klassiker und wird gerade kleinen Jungen gerne erzählt. Es handelt sich um eine Seeschlange, die gerne auch Nessie genannt wird. Sie soll in dem See Loch Ness in Schottland leben und dort ihr Unwesen treiben. Dass es Nessie wirklich gibt, wird von Wissenschaftlern dementiert, aber für ein Märchen ist das nicht relevant und so hat Monika Hauf eine spannende Geschichte um diesen Mythos erschaffen.

Ein weiteres beliebtes Motiv in Meeresgeschichten sind natürlich auch Piraten. Die Diebe der Meere mit Holzbein und Augenklappe sind immer auf der Jagd nach den größten Schätzen oder der nächsten „Buddel Rum“. Piratengeschichten dürfen in keinem Kinderzimmer fehlen. Auf allen Meeren gab es berühmte und berüchtigte Piraten, die durch die Gewässer segelten und gestohlen haben – ein nahezu unerschöpflicher Fundus an möglichen Geschichten. Wie das Salz in das Meer kam, können die Eltern ihren Kindern mit dem gleichnamigen Märchen in asiatischer oder norwegischer Version vorlesen. Das Motiv ist immer gleich: Ein verzauberter Gegenstand landet im Meer und produziert unablässig Salz. Die See lässt viel Freiraum für Fantasie und kann jeden Menschen inspirieren, eine eigene Geschichte zu gestalten und in märchenhafte Welten „abzutauchen“.


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