Das Märchen vom Rauchen und Nicht-Rauchen
Das Raucher-Märchen
Um den Konsum von Tabak gibt es seit Langem einen erbitterten Streit. Sowohl die Befürworter als auch die Gegner des blauen Dunstes überbieten sich mit zahllosen Behauptungen im Pro und Kontra. Während Raucher mit Aussagen wie „Rauchen macht schlank und beruhigt die Nerven“ jonglieren, bieten Nichtraucher unter dem Deckmantel der Wissenschaft allerdings noch ganz andere Kaliber auf. Eines der weit verbreitetsten Märchen dreht sich um die angeblich schwarze Raucherlunge. Zahllose und teils abscheuliche Bilder kursieren seit Jahrzehnten in der Öffentlichkeit und dienen als Belege für die Gefährlichkeit des Rauchens. Wer dazu allerdings Pathologen befragt, wird eines Besseren belehrt. Die berühmt berüchtigte „schwarze Raucherlunge“ gibt es demnach nicht.
Aber im Kampf gegen das Nikotin scheint Wahrheit nur noch ein dehnbarer Begriff. Insbesondere in Bezug auf das Passivrauchen überbieten sich Studien und Statistiken in teils maßlosen Übertreibungen. So soll bereits das Schnuppern an der Kleidung eines Rauchers Lungenkrebs verursachen können. Aber damit nicht genug. Raucher würden – so die Versicherungen – auch die Volkswirtschaften massiv schädigen. Gegenteilige Studien sehen hingegen die Raucher sogar als besonders wertschöpfend an.
Aus Gründen des Nichtraucherschutzes wurde der Genuss von Tabakwaren bereits aus öffentlichen Räumen verbannt. Damit aber geben sich die Antiraucher nicht zufrieden. Ziel ist das weltweite Rauchverbot. Um das durchzusetzen, gerät jetzt auch die Elektrozigarette ins Visier derer, die dem Rauch den Krieg erklärt haben …
Vom Märchen zur Wahrheit
Aber so ganz stimmt das ja alles nicht. Sicherlich, das Rauchen wird ein ewiger Streitpunkt zwischen Befürwortern und Gegnern sein, aber beide Seiten argumentieren dabei doch fundiert und lassen sich in der Regel nicht auf Halbwahrheiten und Ammenmärchen ein. Fakt ist, dass das Rauchen den Körper und vor allem die Lunge stark belastet. Denn mit dem Zigarettenrauch inhaliert der Raucher nicht nur Nikotin, sondern auch Teer und bis zu 300 anderen Giftstoffen. Wie hoch die Belastung mit Giftstoffen letztendlich ist, hängt vor allem davon ab, mit welchen Chemikalien der Tabak vor der Herstellung von Rauchwaren behandelt wird. Zwar verfärbt sich die Lunge dabei aber nicht schwarz, Exponate, die in verschiedenen Ausstellungen zu sehen sind, wurden zur Abschreckung nachbehandelt, jedoch wird die Atmung durch die Aufnahme der Schadstoffe erschwert.
Rauchen oder nicht Rauchen?

Bild: gemeinfrei
Und die Sache mit dem Passivrauchen? Hier gehen die Meinungen tatsächlich stark auseinander. Die verschiedenen hierzu durchgeführten Studien spiegeln sehr unterschiedliche Ergebnisse und damit die beiden konträren Meinungen wieder. Fakt ist jedoch, für Nichtraucher ist auch das passive Rauchen oftmals unangenehm. Hierbei sollten jedoch beide Seiten Rücksicht aufeinander nehmen. Im Streit um das Nichtraucher-Gesetz, also das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, Bars und Restaurants, konnte zumindest der Kompromiss der Raucherräume gefunden werden.
Die E-Zigarette als Lösung des Streits?
Auch die Entwicklung der Elektrozigarette soll einen Schritt nach vorn auf dem Weg der gegenseitigen Rücksichtnahme bedeuten. Die elektronische Zigarette soll das Rauchen „gesünder“ machen, da weniger Giftstoffe inhaliert werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten wird kein Tabak verbrannt. Bei der E-Zigarette wird eine nikotinhaltige Flüssigkeit verdampft. Auf Inhaltsstoffe wie Teer wird dabei verzichtet. Aus diesem Grund halten manche die elektrische Zigarette für gesundheitlich unbedenklich. Kein Wunder also, dass die E-Zigarette boomt. Dennoch wird sie von Experten immer kritischer betrachtet. Inwieweit diese elektrischen Zigaretten für den Raucher und seine Umwelt schädlich sind, wird bisher noch untersucht. Weitere Informationen zum Thema Elektrozigarette und Rauchen finden Sie hier.
![]() |
|
jenny ·
19. Januar 2012 ·
Kategorie
Aktuell |


